Was tun bei…

Auf dieser Seite finden Sie wertvolle Tipps, die Ihnen helfen sollen, mögliche Therapienebenwirkungen leichter zu bewältigen. Die nachfolgenden Informationen stellen eine Hilfestellung dar, ersetzen aber auf keinen Fall das Gespräch mit Ihrem zuständigen ÄrztIn, dem Pflegepersonal oder einer Diätologin.

Fieber:
Sollte Sie zu Hause Fieber von über 38 Grad kommen, dann melden Sie sich während der Ambulanzzeiten unverzüglich bei Ihrem behandelnden Arzt. Außerhalb dieser Zeit suchen Sie bitte das nächstgelegene Krankenhaus oder die Notaufnahme im AKH auf.

Appetitlosigkeit:
Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten, um den Appetit nicht durch vorzeitiges Völlegefühl einzuschränken. Eine Trinkmenge von 1,5 Liter pro Tag wäre ideal. Falls Sie süße Säfte völlig ablehnen, können Sie Gemüsebouillon versuchen. Wählen Sie Speisen und Kombinationen immer nach Ihrem momentanen Gusto aus, selbst wenn diese nicht immer den traditionellen Gewohnheiten entsprechen.
Eine empfehlenswerte Teemischung mit appetitanregender Wirkung besteht aus folgenden Zutaten (dieser Tee steht Ihnen auf der Station leider nicht zur Verfügung): Bitterorangenschale 30g, Schafgarbenkraut 30g, Ingwerwurzel 30g, Andornkraut 10g

Durchfall:
Meiden Sie bei akutem Durchfall vor allem rohes Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte und fettreiche Speisen. Trinken Sie schluckweise 2-3 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt.
Geeignete Getränke bei Durchfall: Schwarzer Tee, Heidelbeertee, Kamillen-, Melissen-, Pfefferminz- oder Fencheltee
Stopfende Lebensmittel: Altbackenes Weißbrot, Semmel, Zwieback, Salzstangen, Teigwaren; Schokopudding, Hafer- oder Grießbrei, Schokolade (mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent)

Entzündungen im Mund- und Rachenbereich:
Sie müssen jede unnötige Reizung der Schleimhäute vermeiden. Essen Sie daher nur lauwarme Speisen und Getränke, niemals heiße! Achten Sie vor allem bei Suppen und aufgebrühten Getränken darauf, diese auskühlen zu lassen. Spülen Sie den Mund- und Rachenbereich mehrmals täglich mit Salbeitee.

Mundtrockenheit:
Die Ursache von Mundtrockenheit ist meist zu wenig oder zähflüssiger Speichel. Halten Sie stets ein Getränk bereit und trinken Sie laufend in kleinen Schlucken. Bevorzugen Sie weiche, flüssigkeitsreiche Lebensmittel und Speisen (Obst, Kompott, Fruchtmus, Pudding, Suppe, Beilage mit Sauce). Informationen über medikamentösem Speichelersatz erhalten Sie bei Ihrer ÄrztIn oder in der Apotheke.

Übelkeit und Erbrechen:
Knabbern Sie eventuell trockene Lebensmittel wie Zwieback, Semmeln, Reiswaffeln, Salzstangen, Kekse, Nüsse. Sobald Übelkeit aufkommt, atmen Sie langsam tief ein und aus. Tragen Sie keine engen Kleidungsstücke.

Verändertes Geruchs- und Geschmacksempfinden:
Zahlreiche Medikamente können den Geruch- und Geschmacksinn beeinflussen. Bonbons, Kaugummi sowie Mundspülungen können den Geschmack verbessern. Probieren Sie, ob Ihnen die Verwendung von Plastikbesteck angenehmer erscheint als herkömmliches Metallbesteck. Sollten Sie eine Abneigung gegen Fleisch, Fisch und Wurst haben, dann essen Sie als Alternative regelmäßig Eier, Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse).

Verstopfung:
Von Verstopfung (Obstipation) spricht man bei weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche, verbunden mit hartem Stuhl, vermindertem Stuhldrang sowie Schmerzen. Versuchen Sie täglich etwa 2 Liter Flüssigkeit zu trinken. Bevorzugen Sie Leitungswasser, stilles Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees (ausgenommen Schwarztee und Heidelbeertee), stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte (eventuell säurearme Säfte aus der Säuglingsabteilung). Bevorzugen Sie Vollkornbrot mit fein vermahlenem Mehl, Grahambrot oder Mehrkorntoastbrot. Verzichten Sie auf grobes Vollkorn mit ganzen Körnern, Nüssen und grobfasrige Lebensmittel wie Fisolen, Hülsenfrüchte, Haut von Weintrauben, Tomaten und Zitrusfrüchten.

Völlegefühl:
Häufig haben PatientInnen das Gefühl, dass die Speisen sehr lange im Magen liegen. Sie empfinden einen Druck im Magenbereich und dies führt häufig zu Appetitlosigkeit und allgemeinem Unwohlsein. Essen Sie mindestens 5 Mahlzeiten pro Tag, wählen Sie jedoch kleine Snacks, um ein unnötiges Völlegefühl zu vermeiden. Weiche oder flüssige Speisen sind bekömmlicher und leichter verdaulich.

Seitenleiste