Schmerztherapie

Schmerzambulanz:
Univ.-Prof. Dr. Gottfried Locker

Leitstelle 6i, Ebene 6, Rotes Bettenhaus
Telefon: +43-1-40400 – 44660 DW
Ambulanzzeit: Mi 09:00-13:00 Uhr (werktags)

Mehr als 70% der PatientInnen in fortgeschrittenen Tumorstadien leiden unter Schmerzen, wobei die Hälfte der PatientInnen ihre Schmerzen als mittel bis leicht, aber immerhin ein Drittel als unerträglich einstufen! Die Ursache der Schmerzen ist in 60-90 Prozent tumorbedingt.

Im Sinne der Lebensqualität ist daher neben einer onkologisch gezielten zusätzlich eine symptomatische Behandlung erforderlich, die im Regelfall einen multimodalen Therapieansatz erfordert und sich nach dem Schmerzcharakter richten muß. Das ideale Therapieziel aus der Sicht der Schmerztherapie, die Schmerzfreiheit, ist leider jedoch nicht bei allen Krebspatienten erreichbar, wie Studien in den USA und England gezeigt haben. Das realistische Therapieziel stellt somit die Schmerzlinderung auf ein für den Patienten akzeptables Schmerzniveau dar. Dabei müssen Nutzen, Risiko und Nebenwirkungen der Therapie in ein tragbares Verhältnis gesetzt werden.

Eine adäquate (orale) Schmerztherapie orientiert sich an dem bereits 1986 publizierten 3-Stufen-Schema der WHO. Mit den heute verfügbaren Medikamenten ist eine Schmerzlinderung in den meisten Fällen möglich. Sollte dies mittels konservativer Therapie doch nicht gelingen, stehen zusätzliche, z.B. invasive, strahlentherapeutische, oder nuklearmedizinische Maßnahmen zur Verfügung. Allfällig auftretende Nebenwirkungen vor allem bei Opioidtherapien sind meist nur in der Initialphase zu beobachten und durch entsprechende Begleitmedikation rasch in den Griff zu bringen.

Ziel unserer Schmerzambulanz ist es, anhand der aktuellsten Erkenntnisse und mit den neuesten Medikamenten eine adäquate, spezifische und patientenorientierte Therapie durchzuführen um für Tumorpatienten deren Lebensqualität zu verbessern. Schmerzfreiheit oder zumindest Schmerzlinderung ist mit Einsatz sämtlicher zur Verfügung stehender Mittel bei mehr als 90% der onkologischen PatientInnen erreichbar!

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